
Impressum
Herausgeber:
Bochum Wirtschaftsentwicklung
Konzept, Gestaltung und Redaktion:
Celina Janzen
Mit Texten von:
Ann-Kristin Marx und Sven Wiegand
Bilder und Videos von:
Donna und der Blitz GmbH
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Einwohner
Mit rund 375.600 Einwohnern leben heute so viele Menschen in Bochum wie seit 20 Jahren nicht mehr.
Die Stadt ist das Zentrum des mittleren Ruhrgebiets und verfügt über eine hervorragende verkehrliche Anbindung an das Straßen- und Schienennetz.
Die Autobahnen 40, 43, 44 und 448 führen durch das Stadtgebiet und Bochum ist an das deutsche IC-/ICE-Schienennetz angebunden. Der Flughafen Dortmund ist ebenso gut zu erreichen wie der internationale Airport Düsseldorf (lediglich 30 bis 40 Pkw-Fahrminuten). Anschluss an das deutsche Wasserstraßennetz hat die Stadt z. B. über den ebenfalls gut zu erreichenden größten Binnenhafen der Welt in Duisburg.
Ursprünglich geprägt durch die Montan- und Automobilindustrie, standen in Bochum die vergangenen Jahrzehnte im Zeichen eines erfolgreichen wirtschaftlichen Transformationsprozesses.
Heute ist Bochum vor allem als Universitätsstadt, Zentrum der Gesundheitswirtschaft und Dienstleistungsstandort bekannt. An den sechs Hochschulen studierten zum Wintersemester 2024/2025 rund 52.900 Menschen.
Unter anderem mit dem renommierten Schauspielhaus, dem Anneliese Brost Musikforum Ruhr und dem Musical „Starlight Express“ hat sich zudem der überregionale Ruf Bochums als kultureller Hotspot verfestigt.
Davon profitiert auch das Hotel- und Gastgewerbe in der Stadt: Im Jahr 2025 verzeichnete Bochum knapp 800.000 Übernachtungen und übertraf damit nochmals leicht das bisherige Rekordergebnis aus dem Vorjahr.
Gewerbeanmeldungen im Jahr 2025 (der höchste Wert seit 2006)
Auf ehemals industriell genutzten Konversionsflächen haben sich zahlreiche neue, vorwiegend technologie- und gesundheitsorientierte Unternehmen angesiedelt. Die Zahl der Gewerbeanmeldungen erreichte im Jahr 2025 mit 3.115 den höchsten Wert seit 2006. Die Zahl der Abmeldungen lag mit 2.483 deutlich darunter.
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialwesen tätig
Zum Stichtag 30.06.2025 waren mit fast 30.000 Personen die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen tätig.
Das Produzierende Gewerbe folgt auf dem zweiten Platz (rund 25.000 Beschäftigte) und zeigt die nach wie vor hohe Bedeutung des sekundären Wirtschaftssektors für den Standort Bochum.
Weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind der Handel (inkl. Kfz-Gewerbe) mit rund 21.400 Beschäftigten, freiberufliche, technische und wirtschaftliche Dienstleistungen mit rund 13.000 Beschäftigten und die öffentliche Verwaltung, Sozialversicherung und Verteidigung mit rund 12.400 Beschäftigten.
Bei den Neuanmietungen konnte ein Trend zu modernen, energieeffizienten und zentral gelegenen Flächen festgestellt werden. In aller Regel wurden kleinere Flächen als zuvor angemietet.
Wie im letzten Jahr waren die unternehmens-bezogenen Dienstleister die umsatzstärkste Branche. Auf sie entfielen rund 29 % des Büroflächenumsatzes.
Weitere wichtige Branchen, die Flächen nachgefragt haben, waren Handel, Gewerbe und Produktion (17,1 %), Bildung und Forschung (16,4 %) sowie die in Bochum stark vertretene Gesundheitswirtschaft (13,8 %).
Büromarktlagen in Bochum
Räumlich verteilte sich der Büroflächenumsatz im Jahr 2025 gleichmäßiger über das Stadtgebiet. Die Innenstadt, Universitätsstraße und Innenstadt-West gehörten mit zusammen rund der Hälfte der Umsätze zu den gefragtesten Lagen.
Danach folgen mit Wattenscheid (15,1 %) und MARK 51°7 (14,4 %) zwei strukturell sehr unterschiedliche Lagen, was die ausdifferenzierte Flächennachfrage verdeutlicht.
Weitere Infos zu den Fertigstellungen
Die realisierte Spitzenmiete ist der Median aus den tatsächlich erzielten Mietvertragsabschlüssen im obersten Preissegment. Die erzielbare Spitzenmiete beschreibt den marktüblich geschätzten Höchstwert für erstklassige Gewerbeimmobilien in Toplagen. Einzelne Vertragsabschlüsse können von diesen Werten abweichen.
Einmal jährlich befragt Georg Consulting im Auftrag der Bochum Wirtschaftsentwicklung unterschiedliche Marktteilnehmer wie Eigentümer, Makler, Vermieter und Vermittler zu ihrer Einschätzung des Bochumer Büromarkts.
Die Befragung zeigt, dass derzeit vor allem kleinere Büroeinheiten, zentrale und gut erreichbare Lagen sowie eine gute technische Ausstattung nachgefragt werden.
Darüber hinaus gewinnen Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und flexible Flächenkonzepte zunehmend an Bedeutung.
Die Ergebnisse der Befragung verdeutlichen, dass die Marktteilnehmer insbesondere in der Modernisierung, Sanierung, Umnutzung und Repositionierung von Büroimmobilien wichtige Potenziale für den Bochumer Büromarkt sehen.
New Work (beziehungsweise „neue Arbeitswelten“) ist weit mehr als Homeoffice und bunte Sitzsäcke. Der Begriff geht auf den Sozialphilosophen Frithjof Bergmann zurück und beschreibt ein Arbeitsverständnis, das auf drei zentralen Prinzipien basiert: Sinnstiftung, Freiheit und Selbstständigkeit.
Hybrides Arbeiten führt nicht automatisch zu einer geringeren Nachfrage nach Büroflächen. Vielmehr verändert sich, wie Büroflächen genutzt und gestaltet werden.
New Work bedeutet daher nicht das Ende des klassischen Büros, sondern seine zeitgemäße Weiterentwicklung.
In Bestandsobjekten müssen Aufteilung, Gestaltung und Funktion der Flächen häufig vollständig neu gedacht werden. Der Markt bewertet zunehmend, wie anpassungsfähig und wandelbar eine Fläche ist.
Dadurch steigt der Wert von Gebäuden, die sich mit vergleichsweise geringen Eingriffen umorganisieren und an neue Nutzungen anpassen lassen.
Beispielhaft — ohne Anspruch auf Vollständigkeit — zählen dazu:
Jeder vierte Marktteilnehmer geht von einem eher wachsenden Büroflächenmarkt in Bochum aus. Fast jeder zweite Marktteilnehmer rechnet mit einer stabilen Entwicklung.
Umsatzstarke Lagen wie die Innenstadt und MARK 51°7 konnten 2025 die Flächennachfrage durch eine gestiegene Nachfrage nach energieeffizienten und/oder zentral gelegenen Flächen sowie Neuansiedlungen bedienen.
Vor allem unternehmensbezogene Dienstleistungen, Handel, Industrie und Bildung/Forschung trugen die Nachfrage.
Bei einem vergleichsweise geringen Fertigstellungsvolumen liegen die Marktchancen primär auf Modernisierung und Revitalisierung bestehender Objekte.
Mieten und Renditen sind trotz eines schwierigen Marktumfelds stabil geblieben und auch der Büroflächenleerstand hat sich nur leicht erhöht.
Der Büromarkt Bochum bleibt somit ein weiterhin stabiler Markt mit geringer Volatilität.
Sven Wiegand Unternehmen & Flächen +49 234 61063-236 sven.wiegand@bochum-wirtschaft.de
Ann-Kristin Marx Unternehmen & Flächen +49 234 61063-309 ann-kristin.marx@bochum-wirtschaft.de